Fotografen in Deutschland – Zahlen & Branchenstatistik

Hier ist ein übersichtlicher Beitrag zum Thema „Statistik Fotografen in Deutschland“ – mit den wichtigsten Zahlen, Entwicklungen und Hintergründen:


Fotografen in Deutschland – Zahlen & Branchenstatistik

Anzahl der Fotografen

Die Zahl der in Deutschland aktiven Fotografen ist nicht einheitlich in einer einzigen amtlichen Statistik erfasst, da viele Fotografinnen und Fotografen selbstständig, freiberuflich oder in Kleingewerben tätig sind. Trotzdem zeigen verschiedene Branchen‑ und Firmendaten ein vergleichbares Bild:

  • Laut Branchenverzeichnissen und Unternehmenslisten gibt es rund 12.800 bis 15.300 Fotografie‑Dienstleister bzw. Foto‑Studio‑Unternehmen in Deutschland (Stand 2025) – also selbstständige Fotograf*innen oder Firmen mit Fotografieangeboten. (Poidata)
  • Eine alternative Firmendatenbank listet über 15.400 Foto‑ und Fotografen‑Unternehmen in Deutschland. (CompanyData by BoldData)
  • Andere Verzeichnisse gehen von etwa 13.000 Einträgen von Fotobetrieben im Land aus. (daten-krake.de)

Je nach Datenquelle variiert die Zahl etwas, aber klar ist: die Branche umfasst mehrere zehntausend professionelle Fotografie‑Anbieter. Tatsächliche Berufsfotograf*innen (auch Freiberufler ohne große Firmeneinträge) könnten bei Schätzungen sogar noch höher liegen.


Regionale Verteilung

Branchenverzeichnisse zeigen, dass Fotograf*innen besonders in urbanen Zentren verbreitet sind:

  • Berlin zählt viele Fotografie‑Dienstleister, gefolgt von Nordrhein‑Westfalen, Bayern und Baden‑Württemberg. (Poidata)
  • In Kleinstädten und ländlicheren Regionen sind Fotobetriebe seltener vertreten, oft mit nur kleinen Zahlen je Stadt.

Diese regionale Konzentration entspricht der allgemeinen Wirtschafts‑ und Kreativwirtschafts‑Verteilung in Deutschland.


Branche & Wirtschaftslage

Marktgröße & Umsatz

Konkrete amtliche Statistiken für Gesamtumsatz oder Beschäftigte in der Fotografie‑Branche (z. B. „Fotografie und Fotolabors“) gibt es kaum frei verfügbar in der öffentlichen Statistik. Branchenanalysen und Prognosen deuten jedoch darauf hin, dass die Branche wirtschaftlich mehrere hundert Millionen bis über eine Milliarde Euro Umsatz pro Jahr erzielt (in früheren Auswertungen wurde ein Umsatz von über 1,3 Milliarden Euro für Teile der Branche genannt). (Listflix)

Solche Werte umfassen alle Bereichsformen – vom klassischen Porträt‑ oder Hochzeitsstudio über Werbe‑ und Produktfotografen bis hin zu spezialisierten Foto‑Dienstleistungen wie Event‑ oder Modefotografie.


Arbeitsverhältnisse & Berufsausübung

  • Viele Fotograf*innen sind selbstständig oder freiberuflich tätig, teils im Nebengewerbe, teils im Hauptberuf.
  • Festangestellte im klassischen Sinne sind selten; viele arbeiten projekt‑ oder kundenbezogen mit wechselnden Aufträgen.
  • Die Ausbildungssituation in der Fotografie zeigt, dass zunehmend weniger Betriebe aktiv ausbilden, obwohl der Bedarf an Nachwuchs und qualitativ hochwertigen Dienstleistern weiter hoch ist. (Berufsfotografen.de)

Verdienst & Beschäftigung

Konkrete Gehalts‑ oder Einkommensstatistiken sind schwierig, weil viele Fotograf*innen selbstständig arbeiten und ihre Einnahmen stark variieren. Für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte werden jedoch Werte ausgewiesen:

  • Laut Daten der Bundesagentur für Arbeit verdienen festangestellte Fotografen im Median rund 2.940 € brutto im Monat, wobei ein Viertel weniger und ein Viertel mehr verdient. (News.de)

Zu beachten ist: Diese Zahl spiegelt meist klassische Fotografie‑Berufe wider (z. B. als angestellte Fachkraft), nicht die oftmals projekt‑ oder selbstständig arbeitenden Gewerbetreibenden.


Zusammenfassung – Wichtige Kennzahlen

Kennzahl Wert / Schätzung
Fotografie‑Dienstleister in Deutschland ca. 12.800–15.400 Unternehmen/Anbieter (Poidata)
Alternative Firmenliste Zahl ~13.000 Einträge (daten-krake.de)
Median‑Gehalt (angestellte Fotografen) ca. 2.940 € brutto/Monat (News.de)
Branchenumsatz (frühere Erhebung) über 1,3 Mrd. € (inkl. Fotolabore) (Listflix)

Fazit

Die Fotografie‑Branche in Deutschland ist vielfältig, kreativ und stark durch Selbstständigkeit und kleine Unternehmen geprägt. Zwar existieren keine einheitlichen amtlichen Zahlen, doch zeigen Branchen‑ und Firmendaten, dass mehrere zehntausend Anbieter aktiv sind – mit besonders hoher Dichte in großen Städten und Ballungsräumen. Verdienste und Beschäftigungsformen variieren stark, je nach Auftragssituation, Spezialisierung und Geschäftsmodell. Der Markt bleibt dynamisch, auch durch digitale Trends (z. B. Social Media, Content Markets, E‑Commerce), die die Nachfrage nach professioneller Fotografie weiter beeinflussen.